Weihnachten wird unter dem Baum entschieden...
Geschrieben von: Karsten Gosse Freitag, den 16. Dezember 2011 um 18:19 Uhr
...glaubt man zumindest bei Media Markt. Vielleicht haben sie ja gar nicht so unrecht mit ihrer einfallsreichen Werbe-Kampagne. Wenn man sich das alljährliche, sehr hektische Treiben ansieht, könnte man fast meinen, es stimmt. Aber dort, wo ich mich viel bewege - auf Facebook nämlich - regt sich Widerstand. Jemand hat das Werbeplakat von Media Markt genommen und ein wenig umgestaltet.
Die Botschaft: Weihnachten wird in der Krippe entschieden!!! - "Auch nicht schlecht", dachte ich. Ein guter Konter. Aber der Widerstand ging in die nächste Phase und endete vorerst mit einem weiteren abgewandeltend Werbeplakat. Botschaft: "Weihnachten wird unterm Kreuz entschieden - Der Preis ist bezahlt Garantie". Ha, da schlägt das Theologenherz gleich höher. Da hat jemand noch weiter gedacht. Weiter als Media Markt sowieso, weiter als bis zur Krippe auch - bis zum alles entscheidenden Kreuz?! Jein. Denn auch das Kreuz ist nicht das Ende vom Anfang. - Nein, mir geht es wirklich nicht darum, diesen guten Antworten von Krippe und Kreuz noch eins oben drauf zu setzen. - Dennoch. Zum Kreuz gehört laut Evangelium immer auch die Auferstehung. Der Sieg über die Sünde ist das eine, aber der Sieg über den Tod rundet die Sache ab. Mein Erlöser lebt!
Eben. Christen glauben, dass Jesus Christus lebt, weil er auferstanden ist. Nur aus diesem Grund kann er auch wiederkommen. Bei Advent geht es ja genau darum: um Seine Ankunft*. Mit den Adventssonntagen beginnt das Kirchenjahr - gerade auch in fröhlicher Erwartung einer besseren, einer ewigen Zukunft in der Gemeinschaft mit dem Lebendigen. - Nonsens!? Für den ein oder anderen Leser bzw. Leserin mag das so sein.
Liegt er oder sie richtig, haben sie ja nichts verloren. Allerdings auch nichts gewonnen. Mir, dem Ewig-Gestrigen, können sie nach dem Tod nicht einmal "Ätschibätsch" zurufen, denn mit dem Tod ist ja alles aus. Ich hätte mich bestenfalls geirrt, dafür aber ein lebenlang von meinem Glauben profitiert (ethisch, moralisch und auch ganz praktisch). Und da mit dem Tod alles aus wäre, könnte ich mich nicht einmal ärgern, dass ich veräppelt wurde.
Liege ich aber richtig mit meinem Glauben - und das glaube** ich, weil m.E. einfach deutlich mehr für die Existenz Gottes als dagegen spricht - werde ich alles gewinnen. Wer Gott geleugnet hat und sich irrte, der wird sich - wenn stimmt, was ich glaube - seinem Schöpfer und Richter gegenüber sehen.
Denken Sie - während Sie das gerade lesen - "Was für ein unangenehmer bedrückender Blogeintrag" in einer Zeit, in der man sich auf das "Fest der Liebe" vorbereitet!? Mag sein. Aber wann, wenn nicht an Weihnachten, ist man mal bereit, sich den Fragen bzgl. des christlichen Glaubens zu stellen? Und Weihnachten - so macht Jesus selbst klar, gibt es genau deshalb: Wegen der Sache mit dem Ewigen Lebens. Weil Gott ein aufrichtiges Interesse daran hat, es mit allen denen zu verbringen, die seine Liebe mit Gegenliebe beantworten.
Vielleicht tun wir uns das mal an und lassen diesen O-Ton Jesu aus dem Gespräch mit dem Theologen Nikodemus auf uns wirken:

