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Weihnachten wird unter dem Baum entschieden...

kreuz_kampagne_klein...glaubt man zumindest bei Media Markt. Vielleicht haben sie ja gar nicht so unrecht mit ihrer einfallsreichen Werbe-Kampagne. Wenn man sich das alljährliche, sehr hektische Treiben ansieht, könnte man fast meinen, es stimmt. Aber dort, wo ich mich viel bewege - auf Facebook nämlich - regt sich Widerstand. Jemand hat das Werbeplakat von Media Markt genommen und ein wenig umgestaltet.

Die Botschaft: Weihnachten wird in der Krippe entschieden!!! - "Auch nicht schlecht", dachte ich. Ein guter Konter. Aber der Widerstand ging in die nächste Phase und endete vorerst mit einem weiteren abgewandeltend Werbeplakat. Botschaft: "Weihnachten wird unterm Kreuz entschieden - Der Preis ist bezahlt Garantie". Ha, da schlägt das Theologenherz gleich höher. Da hat jemand noch weiter gedacht. Weiter als Media Markt sowieso, weiter als bis zur Krippe auch - bis zum alles entscheidenden Kreuz?! Jein. Denn auch das Kreuz ist nicht das Ende vom Anfang. - Nein, mir geht es wirklich nicht darum, diesen guten Antworten von Krippe und Kreuz noch eins oben drauf zu setzen. - Dennoch. Zum Kreuz gehört laut Evangelium immer auch die Auferstehung. Der Sieg über die Sünde ist das eine, aber der Sieg über den Tod rundet die Sache ab. Mein Erlöser lebt!

Eben. Christen glauben, dass Jesus Christus lebt, weil er auferstanden ist. Nur aus diesem Grund kann er auch wiederkommen. Bei Advent geht es ja genau darum: um Seine Ankunft*. Mit den Adventssonntagen beginnt das Kirchenjahr - gerade auch in fröhlicher Erwartung einer besseren, einer ewigen Zukunft in der Gemeinschaft mit dem Lebendigen. - Nonsens!? Für den ein oder anderen Leser bzw. Leserin mag das so sein.

Liegt er oder sie richtig, haben sie ja nichts verloren. Allerdings auch nichts gewonnen. Mir, dem Ewig-Gestrigen, können sie nach dem Tod nicht einmal "Ätschibätsch" zurufen, denn mit dem Tod ist ja alles aus. Ich hätte mich bestenfalls geirrt, dafür aber ein lebenlang von meinem Glauben profitiert (ethisch, moralisch und auch ganz praktisch). Und da mit dem Tod alles aus wäre, könnte ich mich nicht einmal ärgern, dass ich veräppelt wurde.

Liege ich aber richtig mit meinem Glauben - und das glaube** ich, weil m.E. einfach deutlich mehr für die Existenz Gottes als dagegen spricht - werde ich alles gewinnen. Wer Gott geleugnet hat und sich irrte, der wird sich - wenn stimmt, was ich glaube - seinem Schöpfer und Richter gegenüber sehen.

Denken Sie - während Sie das gerade lesen - "Was für ein unangenehmer bedrückender Blogeintrag" in einer Zeit, in der man sich auf das "Fest der Liebe" vorbereitet!? Mag sein. Aber wann, wenn nicht an Weihnachten, ist man mal bereit, sich den Fragen bzgl. des christlichen Glaubens zu stellen? Und Weihnachten - so macht Jesus selbst klar, gibt es genau deshalb: Wegen der Sache mit dem Ewigen Lebens. Weil Gott ein aufrichtiges Interesse daran hat, es mit allen denen zu verbringen, die seine Liebe mit Gegenliebe beantworten.

Vielleicht tun wir uns das mal an und lassen diesen O-Ton Jesu aus dem Gespräch mit dem Theologen Nikodemus auf uns wirken:

 Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sage? Und niemand ist gen Himmel aufgefahren außer dem, der vom Himmel herabgekommen ist, nämlich der Menschensohn. Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. (Johannes 3)

Dieser Text ist für mich "Weihanchtstheologie aus allererster Hand". Die empfindet als bedrückend, wer sich nicht oder noch nicht ganz sicher ist, ob Weihnachten nicht doch unter dem Baum entschieden wird anstatt in Krippe, Kreuz und Auferstehung Jesu.
Das Geburtstagskind hat sich uns - daran denken wir an Weihnachten - geschenkt, um dann das ganze Programm der Erlösung zu entfalten. Das ging bis zum Kreuz, hörte dort aber nicht auf.
ICH BIN DOCH NICHT BLÖD und lehne das beste aller Geschenke ab. Ich freu mich auf Weihnachten und auch auf das, was unter dem Baum liegt, weil ich weiß, dass unsere Kids, Freunde und wer auch immer uns beschenkt, mehr als nur eine Pflicht erfüllen wollen. Ich glaube, die mögen uns tatsächlich und wir sie.
Gesegnete und besinnliche Weihnachten.
** Hebräer 11,1: "Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht."
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