Charakter ist das, was man hat, wenn keiner zuschaut
Siegfried Lowitz, Kommissar in 100 Folgen von "Der Alte", die von 1977 bis 1982 ausgestrahlt wurden, prägte diesen Satz. Heute vor 97 Jahren, am 22.9.1914 wurde der Ehrenkommissar der Münchner Polizei, zu dem er 1982 ernannt wurde, geboren.
Die Wahrheit, die Lowitz ausgesprochen hat, trifft auf alle Lebensbereiche zu - nicht nur auf den Golfsport. Wir kennen das vor allem aus dem Bereich der Familie: Nach außen hin ein netter Kerl, eine nette Frau. Daheim ein herrschsüchtiger Tyrann oder eine lieblose Mutter, vor denen sich die Kinder fürchten.
Ein guter Charakter zeigt sich tatsächlich im Verborgenen. Was aber kann ich tun, um einen Charakter zu entwickeln, der auch im Verborgenen ein guter ist? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten bzw. meine Sicht wird nicht jedem schmecken.
Eigene Anstrengungen ein besserer Mensch zu werden, scheitern erfahrungsgemäß meist nach kurzer Zeit wieder. Wir Menschen sind nicht so gut wie wir glauben. Nicht nur aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die größten Schritte in Sachen Charakterentwicklung nicht dadurch erreicht wurden, dass man sich besonders anstrengt, ein besserer Mensch zu werden.
Grundsätzlich ist gegen den Versuch zur Veränderung natürlich nichts einzuwenden, denn es braucht unser "Ja, ich will Veränderung". Dennoch ist der Frust meist groß, wenn man sich selbst viel zutraut, um eine Charakterschwäche in den Griff zu bekommen, aber dann feststellt, dass man doch bald scheitert und in alte Verhaltensmuster zurück fällt. Ich weiß wie frustrierend das sein kann.
Bei mir haben sich etliche schlechte Charaktereigenschaften nachhaltig verändert, weil ich mich dem ausgeliefert habe, der einen perfekten Charakter hat - Jesus Christus. Die Bibel sagt "Wenn jemand in Jesus Christus ist, ist er eine neue Kreatur (eine Neuschöpfung); das Alte ist vergangen und Neues ist geworden." (2. Korinther 5,17) Und an anderer Stelle steht: "Derjenige (Gott selbst durch Jesus Christus), der das gute Werk in euch angefangen hat, wird es auch vollenden..." (Philipper 1,6)
Anders ausgedrückt: Wenn ich eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus habe, der mich Freund nennt, wird das Auswirkungen auf mein Leben haben und meinen Charakter verändern. Dabei liegt die Betonung dieser Verse auf der Veränderung die ER bewirkt. Man kann nur schwerlich in einer verbindlichen, freundschaftlichen Beziehung mit Jesus leben, ohne von ihm verändert zu werden. Allerdings kann eine solche Beziehung zu Jesus Christus auch nur dann Veränderung bewirken, wenn ich bewusst "Ja, ich will" zu Jesus sage.
Das Christentum ist leider verkommen zu einer Religion, von der man sich ein "Charakter-Verbesserungs-Programm" erhofft. Wie sehr das in die Hose geht und gegangen ist, beweist die Geschichte. Nein, nicht die Religion oder die Institution bewirkt die Veränderung, sondern eine ganz bewusste Hinwendung zu Jesus Christus. Ein Begriff, den man in Zeiten der Toleranz nicht mehr gerne gebraucht, drückt es am besten aus: "Bekehrung". Es heißt so viel wie 180° Umkehr. Am Anfang des Weges mit Jesus steht die Buße. Sie ist das Eingeständnis, der eigenen Sündhaftigkeit und Machtlosigkeit, Gott aus eigener Kraft gerecht werden zu können.
Jesus steht da und sagt: "Lass mich machen." Alles, was ich machen muss, ist, die Einladung seiner ausgestreckten Arme am Kreuz anzunehmen, mich ihm auszuliefern, der mich erlösen möchte.
Skeptikern, die - wenn ich von Jesus spreche - schnell mit der Kirche kommen, sage ich: Wir können uns die Diskussionen über die Kirche, die Fehler der Kirche und der Rede vom Papst im Bundestag etc. getrost sparen. Jenseits der Insitution Kirche (egal welchen Namen sie trägt) gibt es eine Gemeinschaft gläubiger Menschen (griech.: ekklesia = die Herausgerufenen), die sich entschieden haben, Jesus Christus zu folgen. Sie sind die eigentliche Kirche, die sich nicht an Kirchenmauern und Gebäuden fest machen lässt. Wahrer Glaube, der Leben und Charakter verändert, macht sich an Jesus Christus fest und nicht an dem, was man aus Jesus gemacht hat.
Jesus sagte einmal, dass er die Wahrheit ist und dass die Wahrheit uns frei machen würde. Erleben kann man das, wenn man das oben Gesagte - besser: DEN oben genannten - beherzigt.
Alles, was der Mensch tun muss, ist, Jesu Einladung anzunehmen, sich vergeben zu lasen. Dann werden wir es wie ein Geschenk und ein Wunder empfinden, was er an Lebens- und Charakterveränderungen bewirkt.
An dieser Stelle noch zur Vertiefung dieses Themas: www.gottkennen.de

