Üble Nachrede - Afterreden - Verleumdung
Nein, das Afterreden hat nichts mit den Verlautbarungen des Allerwertesten zu tun (das nennt man bekanntlich anders), sondern damit, dass man sich mit jemandem über jemanden unterhält, der uns abgewandt ist und uns somit den Allerwertesten zeigt. Klar, dass das auch im übertragenen Sinn gilt, denn die, über die man redet, sind meist räumlich gar nicht anwesend.
Ab und zu schreibe ich ja über Tugenden und Werte im Golfsport. Dieses Mal will ich über eine „Anti-Tugend“ schreiben, die auch wir Golfer ziemlich gut beherrschen. Wir und der Rest der Welt. Das Afterreden betrifft uns ja auch alle – als Täter oder Opfer. Letzteres sind wir nicht gerne, ersteres tun wir – auch wenn wir das nicht gerne zugeben – weil es uns erbaut. Es tut gut, besser dazustehen als der oder die, über die wir uns das Maul zerreißen. Afterreden fördert unser Ego, ist aber ansonsten nur destruktiv. Derart zerstörerisch manchmal, dass es in schweren Fällen mit Gefängnis bestraft wird. Siehe hier.
Ein paar Tipps gebe ich hier weiter, die ich im Rahmen einer Abschlusspredigt während meiner theologischen Ausbildung 1988 hielt. Das Publikum war damals sehr fromm, was man an der Wortwahl zweifelsfrei feststellen kann. Selbst wenn Sie selbst sich nicht als fromm bezeichnen würden, hoffe ich, dass auch für Sie der ein oder andere hilfreiche Tipp dabei ist.
Meine Bitte: Veröffentlichen Sie diese Tipps nicht anderweitig und respektieren Sie das Copyright. Sie dürfen natürlich gerne auf diesen Blogartikel verlinken. Oder auf weitere Artikel, die ich auf dieser Webseite veröffentlichte.
Ü berlege! Wo hat der andere seine guten Seiten? 1. Korinther 13 und Kapitel 16,14 – Die Liebe sieht das Gute!
B ete für die Fehler und Schwächen des anderen; – rede nicht mit Dritten darüber! Römer 12,21
L enke das Gespräch in eine andere Richtung, wenn jemand beginnt, über eine nicht anwesende Person negativ zu sprechen.
E rzähle nichts weiter, was du selbst nur aus „zweiter Hand“ hast! – Tust du das, dann haben sich fast alle Fälle ÜN erübrigt.
N icht nur andere machen Fehler. Auch ist und denkt nicht jeder Mensch genau wie du. Das vergisst man leicht!
A lles, was ihr tut, das tut zur Ehre des Herrn. – Kolosser 3,17! Dient alles das, was du über einen anderen erzählen willst, zur Ehre Gottes?
C hristus sagt: „Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!“ Johannes 8
H interfrage deine Motive sicherheitshalber „bevor“ du beginnst, die Probleme und Schwächen anderer zu erörtern.
R ede zuerst mit dem, an dem dir Dinge negativ aufgefallen sind! Nach Matthäus 18,15 ist das der biblische Weg. – Nicht selten stellt sich heraus, dass ein Missverständnis vorliegt.
E rweisen sich die vermeintlich schlechten Seiten eines anderen tatsächlich als schlecht? Das gilt es zu prüfen, bevor man sein Urteil fällt! – Sprüche 25,8!
D ir ist viel vergeben worden, deshalb sollst auch du viel vergeben! Lukas 7,36-50 (bes. 40-43)
E twas, von dem du nicht willst, das man’s dir tu’, das füg’ auch keinem andern zu!
© Sportpastor Karsten Gosse, ICHTU’S – Christen im Golfsport e.V. - 16.1.2011

